• Nebelfee Photography

Ode an den Liepnitzsee

Schon lange hatten mein Mann und ich uns vorgenommen um den Liepnitzsee zu wandern und vor 2 Wochen konnten wir unser Vorhaben endlich in die Tat umsetzen. Ich habe mich schon sehr darauf gefreut, denn dank eines kidsfreien Wochenendes, hatten wir die Aussicht die Natur rund um den wunderschönen See tatsächlich genießen zu können. Auch wenn das Wetter nicht ganz so schön war, wie es ursprünglich angesagt worden ist, haben wir uns auf den Weg gemacht.


Der Ruf der Natur...


Der Vorteil an dem leider relativ bedeckten Himmel war, dass nicht mal ein Bruchteil an Besuchern wie sonst an einem Sonnabend Mittag rund um den See unterwegs waren. So haben wir ohne Probleme einen Parkplatz gefunden, unsere Rucksäcke geschnappt und sind losgewandert. Jedes Mal, wenn ich den See und seinen wunderschönen Wald rundherum wiedersehe, ist der Anblick überwältigend und immer ein Stückchen anders. Ich könnte stundenlang auf den See mit seiner faszinierenden Insel in der Mitte schauen und die Welt rundherum einfach vergessen. Obwohl die Straße nicht all zu fern ist, hört man direkt am See den Lärm der Welt nicht mehr und kann einfach mal abschalten vom stressigen Alltag. Es war einfach schön wieder hier zu sein, draußen an der frischen Luft statt drinnen in einem stickigen Büro. Ich hatte meinem Mann versprochen meine Kamera erst rauszuholen, wenn wir an einem Punkt sind, an dem wir bisher noch nicht waren. Denn ich liebe es gerade in der Natur zu fotografieren von vielen verschiedenen Perspektiven und unterschiedliche Belichtungszeiten - und dafür nehme ich mir natürlich gern sehr viel Zeit :) Vielleicht kennt ihr das ja auch. Deshalb zeige ich euch hier zwei Impressionen vom goldenen November 2018.




Endlich durfte ich meine Kamera wieder rausholen.....


Wandern, quatschen, die Natur genießen und fotografieren - so macht das Leben Spaß. Endlich waren wir an einem Punkt angekommen, an dem wir noch nie waren und ich durfte meine Kamera rausholen. Es war zwar ein furchtbar deprimierender grauer Himmel, aber ich wollte mir davon nicht die Laune verderben lassen und habe ein paar Langzeitbelichtungen vom Seeufer mithilfe meines ND Filters gemacht. Außerdem habe ich mir eine neue Zauberkugel gegönnt nachdem meine alte leider schon sehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden war.





Der Wald am Seeufer erinnert mich irgendwie an einen Märchenwald - voller Zauber, magischer Tiere und Bäume wie die Ents aus dem Herrn der Ringe. Vieles scheint hier möglich zu sein.....ich bin schon sehr darauf gespannt wie es dort sein wird, wenn der Frühling seinen Zauber wirken lässt. Ich werde euch davon berichten - versprochen!

Natürlich wanderten wir immer weiter herum und genossen die Stille der Natur vorbei an wunderlich gestalteten Bäumen, dem Moor, anderen Wanderern und dem See. Mir war nie klar wie groß dieser See tatsächlich ist, meine Kondition war hier auf jeden Fall auf eine harte Probe gestellt, aber ich habe gewonnen :)



Unterwegs kommt man an vielen kleinen Stegen vorbei, die einen herrlichen Blick auf den See und die Insel in der Mitte bieten. Wir haben auch die drei Fähranlegestellen gesehen und uns fest vorgenommen im Frühjahr mal ein bisschen Zeit auf der Insel zu verbringen. Während wir immer weiter wanderten veränderte sich der Weg und es war leider nicht mehr möglich direkt am Wasser entlang zu laufen. Der Grund dafür ist, dass vor allen Dingen, die dort beheimateten Vögel nicht gestört werden sollen. Es wurde langsam bergig und man hatte einen erhöhten Blick auf den See. Das hatte ich so gar nicht erwartet, seht selbst:




Und plötzlich lag dort diese Oase der Ruhe....


Nach einer Weile kamen wir an einen kleinen Steg, der über eine Stelle des Moores führte und danach ging es bergab bis man plötzlich wieder direkt zum Wasser gelangen konnte. Hier führte ein Steg direkt hinein in den See und die Insel schien plötzlich zum Greifen nahe. Für mich war es ein wirklich traumhafter Ort, der dafür sorgte, dass der ganze Alltagsstress abfällt und man sich eins fühlen kann mit der Natur. Schon jetzt ist klar, dass ich wieder kommen muss und hier unbedingt einen Sonnenauf- und auch Sonnenuntergänge fotografieren möchte.




Danach dauerte es nicht mehr lange bis wir auf bekanntes Terrain trafen und wieder viel zu schnell am Parkplatz angekommen sind. Der Rundweg um den See ist ca. 10 km lang. Der Liepnitzsee mitten im Herzen des Naturparks Barnim beweist einmal mehr, dass man nicht weit weg fahren muss, um ein Stück unberührter Natur erleben und mal vom Alltag abschalten zu können. Ich kann euch dieses wunderschöne Fleckchen Erde in meinem Heimatland Brandenburg nur wärmstens empfehlen. Egal, ob zu zweit oder mit Kindern, hier kann man spazieren gehen, Abenteuer erleben, ein Picknick mit einer wunderschönen Aussicht genießen oder im Sommer baden gehen.

Jetzt interessiert mich natürlich, ob bereits jemand von euch da war. Schreibt es mir doch einfach in die Kommentare und vielleicht habt ihr ja auch so ein schönes Fleckchen Erde gefunden und könnt mir etwas schönes für das nächste Mal empfehlen.