• Nebelfee Photography

Ein Spaziergang durch die Uckermark

Es hatte in Berlin tatsächlich ein paar Schneeflocken gegeben, die ausnahmsweise mal liegen geblieben sind. Es war sogar Glatteisgefahr und wir waren uns unsicher, ob wir bei diesem Wetter überhaupt losfahren sollten. Nach zwei Stunden beruhigte sich die Wetterlage und wir entschieden uns daraufhin doch für das Losfahren. Ich hatte mich schon so gefreut, dass es nun auch bei uns kalt werden würde, um ein paar gefrorene Seifenblasenbilder zu fotografieren oder zumindest ein paar schöne Impressionen mit meiner Glaskugel im Schnee. Schließlich war es in der Uckermark meistens sogar viel kälter als bei uns in Berlin und so war ich guter Dinge.


Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt......


Dort angekommen lag zwar nach wie vor Schnee, aber leider begann er bereits zu tauen und schnell war klar, dass ich mein Experiment mit den Seifenblasen vergessen konnte. Während in weiten Teilen Deutschlands der Winter fast zu sehr Einzug gehalten hatte, spürt man ihn hier bei uns in Berlin/Brandenburg kaum. Ich hoffe, dass ich es in diesem Winter wenigstens einmal schaffe ein paar gefrorene Seifenblasen zu zaubern. Die Hoffnung stirbt zuletzt.......

Nichtsdestotrotz unternahmen wir einen Spaziergang im winterlichem Flair der Uckermark :)


Die Natur zaubert und schafft eine einzigartige Melancholie....


Wir gingen die Kastanienallee entlang, die gleich hinter dem Haus meiner Schwiegereltern begann. Schon unzählige Male hat mich der Weg verzaubert - eingerahmt mit sehr alten Kastanienbäumen links und rechts wirkt er so als ob er das Tor zu einer anderen Welt sein könnte. Mal erstrahlt alles in den buntesten Farben des Herbstes oder im sattesten Grün des Frühlings. Heute wiederum zauberte die Natur eine einzigartige Melancholie: es war tatsächlich überall weiß und es war sehr neblig. Die Sichtweite war eingeschränkt und alles wirkte wie in der Zeit eingefroren.







Die Zeit anhalten wie in einem Science-Fiction Roman...


Manchmal wünschte ich mir, dass man die Zeit, wie in einem Science-Fiction Film einfach anhalten könnte, um einen Augenblick durchzuatmen und sich eine Pause vom Alltag zu gönnen. Genau dieser Moment dort gehörte dazu. Was ich definitiv im letzten Jahr gelernt habe, ist, dass es wichtig ist sich diese kleinen Auszeiten aus der Realität zu erlauben und das dann auch durchzuziehen. Für mich bietet die Fotografie genau diese wichtigen Gelegenheiten und ich liebe jede einzige. Jedes Mal, wenn ich durch den Sucher blicke, eröffnen sich mir neue Welten. In diese einzutauchen, ist einfach das Größte für mich.



Magische Melancholie des Winters