• Nebelfee Photography

2 geniale Tipps, was du bei Regenwetter in der Wohnung fotografieren kannst

Aktualisiert: Feb 11

Die Regentropfen trommeln ohne Unterlass an die Fensterscheibe und die vorherrschende Farbe draußen ist grau. Als Fotograf, der sich am liebsten draußen in der Natur aufhält und Landschafts- und Naturfotografie liebt, ist dieses Wetter einfach nur die Hölle. Denn was ist schon vergleichbar mit einem magischen Sonnenaufgang oder Morgentau auf einer wunderschönen Mohnblüte? Bis vor kurzem hätte ich jetzt geantwortet: "Nichts!".

Ich war jedoch so deprimiert, dass ich nicht Fotografieren konnte, dass ich mich auf die Suche nach Alternativen begab. Was ich genau gefunden habe, möchte ich euch heute vorstellen.


Was brauche ich für ein Indoorshooting bei Regenwetter?


Bevor wir mit dem Shooting starten können, möchte ich mit dir zuerst die wichtigsten Utensilien durchgehen. Anschließend geht es um die richtige Lichtquelle für dein Shooting, die definitiv auch von dem Platz in deiner Wohnung abhängt. Danach möchte ich dir noch ein paar nützliche Tipps zur Kameraeinstellung und zum Setting mit auf den Weg geben bevor wir mit dem eigentlichen Shooting starten können.


Die 2 wichtigsten Dinge für dein Shooting........


Natürlich sind deine Kamera und ein Objektiv die wichtigsten Utensilien, die du für dein Shooting benötigst. Ich verwende in der Regel meine beiden Makroobjektive mit einer Festbrennweite von 35 Millimeter und 100 Millimeter. Du fragst dich vielleicht, warum ich gerade diese beiden Objektive bevorzuge? Das ist ganz einfach, denn beide sind sehr Lichtstark und deshalb kann ich das Hauptmotiv sehr gut vor dem Hintergrund herausarbeiten und ein wunderschönes Bokeh erzeugen. Selbstverständlich kannst du auch mit einem anderen Objektiv fotografieren. Solltest du mehrere zur Auswahl haben, probiere einfach aus mit welchem du die für dich schönsten Ergebnisse erzielen kannst.


Welche Lichtquelle ist die Richtige?


Wenn du ein Indoorshooting machen möchtest, ist die Lichtquelle eines der wichtigsten Dinge, über die du dir Gedanken machen solltest. Die Wahl der Lichtquelle spielt eine essentielle Rolle, ob du nun die perfekte Ausleuchtung mit möglichst wenig Schatten für ein Flatlay benötigst oder ein wunderschönes Bokeh für eine Makroaufnahme zaubern möchtest. Du hast zwei Möglichkeiten:


  • Softboxen = eignet sich gut, wenn du auch ein eigenes Hintergrundsystem mit Hintergrundstoffen hast. Sowohl für einen optimalen Aufbau als auch zur Lagerung der Hintergrundstoffe benötigt man relativ viel Platz.

  • Fotobox = eignet sich gut, wenn du in einer Wohnung lebst und wenig Platz hast. Sie ist nicht so groß, bietet dir trotzdem eine gute Ausleuchtung und man bekommt beim Kauf häufig eigene Hintergründe geliefert. Aufgrund der Größe ist sie ideal für Makroaufnahmen.


Warum du im M-Modus fotografieren solltest.....


Fotografierst du noch im Automatikmodus oder hast du dich schon an den M-Modus herangewagt? Gerade, wenn du vor hast ein Indoorshooting durchzuführen, solltest du in Betracht ziehen in diesem Modus zu Fotografieren. Denn nur so bist du in der Lage einen größtmöglichen Einfluss auf die Einstellungen der Kamera und schließlich auch auf die Gestaltung des Fotos zu nehmen. Solltest du noch nicht mit dem M-Modus vertraut sein, kannst du deine Aufnahmen gern mit meinen Einstellungen ausprobieren. Es kann jedoch sein, dass deine Bilder dennoch nicht gelingen. In den meisten Fällen hat das etwas mit den Lichtverhältnissen zu tun, die bei dir ganz anders sein können als bei mir. Dann solltest du dir den Live-View deiner Kamera zu Hilfe nehmen, um die korrekten Einstellungen für deine Umgebung herauszufinden.


Ein kleiner Hinweis zum Setting.......


Um bereits während des Fotografierens ein schönes Bokeh zu erhalten, ist es hilfreich mit Glitzerpapier und LED Lichterketten zu arbeiten. Eine schöne Lichtstimmung im Nachhinein in ein Foto zu zaubern, ist nur durch eine aufwendige Bearbeitung mit einem Bildbearbeitungsprogramm möglich. Zeitweise habe ich sogar zwei Lichterketten verwendet, die ich beide mithilfe von Wäscheklammern an der Fotobox befestigt habe.





Tipp 1: Blumenshooting mit Wasserperlen


Eine wirklich phantastische Idee ist mit Wasserperlen beispielsweise Blumen abzulichten. Also bin ich in den Blumenladen meines Vertrauens gegangen und habe mir wunderschöne Blumen mit einer kräftigen Farbe herausgesucht. Die Farbe war für mich entscheidend, denn sie sollte, aufgrund des grauen Regenwetters, in jedem Fall warm sein und eine positive Energie verströmen.


Canon 77 d, 35 mm, ISO 100, F8, 1/6 Sek.
"Die Farbe der Blume war für mich entscheidend......"

Als zweites benötigst du die Wasserperlen. Diese kannst du auf Amazon bestellen. Wichtig ist, dass die Wasserperlen insgesamt cirka 4 bis 6 Stunden im Wasser gewesen sein müssen bevor sie groß genug zum Fotografieren sind.


Canon 77d, 100mm, ISO 400, F 11, 1/8 Sek.

Dann solltest du dir noch überlegen, welchen Untergrund du verwenden möchtest. Hier eignet sich hervorragend Glitzerpapier oder Spiegelpapier aus dem Bastelladen oder von Tedi. Alternativ geht auch ein flauschiger Vorleger oder ein wunderschönes Stück Holz. Schon kann es losgehen und du kannst deiner Phantasie freien Lauf lassen. Im folgenden möchte ich dir gern ein paar meiner entstandenen Bilder zeigen:



Canon 77d, 100mm, ISO 200, F5.6, 1/20 Sek.

Tipp 2: Fotografische Umsetzung eines bestimmten Themas


Jedes Thema, dass dir gefällt und dich inspiriert ist grundsätzlich möglich. Ich habe mich bei meinem letzten Indoorshooting für das Thema Liebe entschieden. Danach habe ich mir überlegt was ich benötige, um das Thema bildlich umzusetzen. In jedem Fall musst du ein bisschen Vorbereitungszeit einplanen, denn nur selten hat man alle Komponenten, die man in das Bild einbauen möchte bereits zuhause. Ich kaufe meine kleinen Accessoires gern bei Tedi oder wie in diesem Fall in einem ganz tollen Kreativkaufhaus.


Canon 77d, 35 mm, F 2.8, 1/60 Sek. Belichtungszeit

Wenn du dich schon für ein Thema entschieden hast, aber noch nicht so genau weißt, welche kleinen Dinge die Hauptrolle in deiner Bildgeschichte übernehmen sollen, kann man sich hier viel Inspiration holen. Besonders gut eignen sich alle Dinge, die symbolhaft mit deinem gewählten Thema zu tun haben. Du kannst dir natürlich auch im Vorhinein ausführlich Gedanken machen, welche Dinge aus deiner Sicht perfekt zum Thema passen.


"Besonders gut eignen sich alle Dinge, die symbolhaft mit deinem gewähltem Thema zu tun haben."

Canon 77d, 35mm, F 2.8, 1/60 Sek. Belichtungszeit

Für die Umsetzung des Themas Liebe waren für mich Rosen und Herzen am allerwichtigsten. Außerdem habe ich versucht eine ganz besondere Lichtstimmung möglichst mit einem schönen Bokeh zu erzeugen. Dies habe ich durch den Einsatz von goldenem Glitzerpapier und 2 LED Lichterketten geschafft. Wenn du gern Makroaufnahmen machen möchtest, ist es besonders wichtig möglichst mit einer offenen Blende zu fotografieren, um dein Hauptmotiv in den Vordergrund zu rücken und im Hintergrund eine Unschärfe zu erhalten.


Canon 77d, 100 mm, F 2.8, 1/40 Sek. Belichtungszeit


Last but not least.....


Solltest du Fragen zu den Motivideen oder zum Setting haben, kannst du mir gern deine Fragen in die Kommentare schreiben oder mir per E-Mail schicken. Hast du die beiden Ideen vielleicht bereits ausprobiert und kannst uns weiteren wertvollen Input geben? Dann schreibt es gern in die Kommentare.

Ich hoffe, dass ich dir mit diesen beiden Ideen inklusive der Hinweise zum Setting einen kreativen Input geben konnte, was du bei schlechtem Wetter zuhause fotografieren kannst. Also, vergiss die graue Suppe draußen und erschaffe dir selbst eine kleine bunte Welt in Minuaturform, die dich zum Träumen bringt.


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